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MS

MS (=Multiple Sklerose) oder ED (Encephalomyelitis Disseminata) ist eine Autoimmunkrankheit des Nervensystems.
Warum das Immunsystem sich gegen den eigenen Körper richtet, ist noch nicht geklärt. Oft beginnt sie im Alter von 20-40 Jahren mit Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen oder motorischen Problemen. Der Neurologe erfragt dann genau die Beschwerden und macht eine körperliche Untersuchung, was ihm schon erste Hinweise gibt (z.B. Lhermitte-Zeichen, Bauchhautreflexe erloschen...).
Auch Labor und Elektrophysiologische Untersuchungen wie VEP oder SEP werden oft ergänzend gemacht. Es wird dann in aller Regel noch zu einem MRT mit Kontrastmittel von Kopf/Rückenmark überwiesen, da kann man die Entzündungen sehen. In der Regel ist auch eine Untersuchung des Nervenwassers (Liquor), eine Lumbalpunktion (LP) sinnvoll.  
Um Ihnen Klinikaufenthalte und Ambulanzen zu ersparen, ist die Diagnostik bei uns komplett ambulant möglich, auch die LP, die gar nicht so schlimm ist, wie ihr Ruf ;)
Für die MS gibt es heute viele Medikamente, die den Verlauf gut beeinflussen. Es sind nicht nur Spritzen, es gibt mittlerweile auch Tabletten oder Infusionen, die man nur hin und wieder bekommt.
Die üblicherweise schubförmige Erkrankung kann später in einen chronischen Verlauf übergehen, auch hier gibt es mittlerweile Behandlungsansätze.Für die MS gibt es auch einige sehr bemühte Selbsthilfegruppen!

Wenn Sie Zweifel haben, lassen Sie sich beraten! Selbstdiagnosen beunruhigen nur und sind gefährlich. Vielleicht haben Ihre Beschwerden ja auch -wie so oft- eine harmlose Ursache!
Wenn es unklar ist lieber einmal zu viel zum Neurologen!

Die Unterschiede kennt letztlich nur der Neurologe.

In der Praxis haben wir viel Erfahrung mit der Diagnostik und den Behandlungen. 

In der Praxis führen wir die Diagnostik und alle gängigen modernen Therapien (z.B. Cortison Stoss-Therapie, Interferone, Tecfidera, Ocrevus, Gilenya, Tysabri, Aubagio...) durch.
Die Infusionen brauchen manchmal etwas Zeit, daher legen wir Wert auf eine Atmosphäre, die Ihnen nicht noch zusätzlich Stress bereitet und haben für einen gemütlichen Infusionsraum gesorgt!


SCHLAGANFALL (Ischämie, ischämischer Hirninfarkt und Hirnblutungen) + TIA
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Beim Schlaganfall ist meist die Blutversorgung in einem Gehirnteil blockiert.
Dieser Teil vom Hirn funktioniert dann plötzlich nicht mehr und daher die Ausfälle.
Wenn die Durchblutung nicht wiederkommt, stirbt das Gewebe (Infarkt) ab und die Störung bleibt für immer.
Die gute Nachricht: ...der Körper schafft es oft , das Gerinnsel aufzulösen. Dann verschwindet nach 5-10 Minuten alles wieder. Wir nennen das TIA (transitorisch ischämische Attacke).
Die schlechte Nachricht: ...es kommt sehr oft innerhalb der ersten Stunden (und in den ersten 8-10 Tagen) wieder und dann bleibt oft etwas (Schlaganfall) zurück!
Ursachen sind häufig Ablagerungen an den Halsschlagadern, Herzrhythmusstörungen, Gefässverengungen und andere seltenere Ursachen.

Freuen Sie sich, wenn es wieder weg ist - aber zögern Sie nicht- nutzen Sie die Chance, keiner weiss wann es wiederkommt und wie schlimm:

>>>Rufen Sie SOFORT 112 an oder lassen Sie sich SOFORT in eine neurologische Notaufnahme (hier: Heidelberg oder Mannheim) fahren (nicht selber fahren!!)<<<

Vorbeugend:
Ist eine Untersuchung mit Ultraschall, das sog. B-Bild zu empfehlen.
Damit können Verengungen oder Verschlüsse der Halsschlagadern durch Sonografie am Hals schmerzlos und ungefährlich festgestellt werden und Ihr Risiko abgeschätzt werden.Wichtig ist das ab ca. 50 Jahren bei Risokofaktoren wie hohem Blutdruck, hohem Cholesterin, Rauchen, bekannter Herzerkrankung, Schlaganfall in der Familie.
Machen Sue noch heute einen Termin zum Ultraschall bei uns aus!

ANFÄLLE - EPILEPSIE - NARKOLEPSIE - SYNKOPEN

Wenn jemand plötzlich "umfällt", kann das viele Ursachen haben.
Deshalb schickt Sie Ihr Arzt meist zum Kardiologen (Herzrhythmusstörungen) und zum Neurologen.
Eine neurologische Ursache kann zum Beispiel Epilepsie sein, Epileptische Anfälle machen sich sehr unterschiedlich bemerkbar, nicht immer kommt es zu dem gut zu erkennenden Grand Mal Anfall.
Grand Mal: "große Anfälle"  mit Bewusstlosigkeit, Zuckungen und Schaum vorm Mund, diese Anfälle können auch nachts aus dem Schlaf heraus auftreten.
Komplex partielle Anfälle und seltene Formen: kurze Ohnmacht (Synkopen) und/oder kurze oder wiederholte Zuckungen und/oder Taubheitsgefühle und/oder Verwirrtheit
Narkolepsie: Narkolepsie ist keine Epilepsie, es kommt aber auch zu kurzem Hinstürzen oder unvermitteltem "Einschlafen".Synkope: Allgemeine Bezeichnung für kurze Bewusstlosigkeit, die Ursachen können sehr verschieden und unterschiedlich schlimm sein (z.B. Unterzucker, rasches Aufstehen, Infekt, Herzstolperer...), eine Abklärung ist immer sinnvoll.

Wenn es das erste mal auftritt ruft man am besten 112,
da man die Anzeichen nicht sicher von einem Schlaganfall unterscheiden kann.

Behandlung ist oft gut möglich, Epilepsie kann in vielen Varianten auftreten und in jedem Alter.
Wichtige Untersuchungen werden in der Praxis durchgeführt, so zum Beispiel EEG (Hirnstromkurve), Ultraschall, neurologische Untersuchung.
Es folgt meist eine  Überweisung zu Bildgebung vom Kopf. Nach Abklärung wird das Ergebnis besprochen und -sofern notwendig- Mediakamente verordnet. Medikamente für Epilepsie sind heute in der Regel sehr gut verträglich und lassen die Anfälle meist ganz verschwinden.

!!Wenn jemand einen Anfall hatte oder aus unklarer Ursache bewusstlos wurde darf er nicht Auto fahren!!

Bandscheibenvorfall mit Nervenschädigung, Polyneuropathie und Karpaltunnelsyndrom sind nur Beispiele für die vielen Nervenschäden, die bei uns täglich untersucht werden. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Taubheit, Kribbeln, Lähmungserscheinungen an verschiedenen Stellen des Körpers. Zum Beispiel nächtliches Einschlafen der Hand oder Elektrisieren in den Fingern beim sog. sehr häufigen Karpaltunnelsyndrom. Untersucht werden neurologische Funktionen und mit den elektrischen Messungen (Elektrophysiologie) die Nervenfunktion direkt.

Es wurden hier natürlich nicht alle Krankheiten genannt, wir arbeiten an der Erweiterung der Seite...

Wir untersuchen und behandeln natürlich auch:

Migräne
Parkinsonerkrankung und andere Bewegungsstörungen (Chorea Huntington, Torticollis=Schiefhals, Dystonien, Schreibkrampf...)
Verletzungsfolgen nach Schädelhirntrauma, Wirbelfrakturen oder anderen
Tumore an Gehirn, Rückenmark und Nerven (Astrozytome, Glioblastome, Neurinome...)
Demenz (Alzheimer und andere)
Motoneuronerkrankungen und Muskelkrankheiten (amyotrophe Lateralsklerose, Muskelatrophien, Myasthenie,...)
Rheumatische Erkrankungen (Myositis, Arteriitis)
Infektionen ( z.B. Borreliose)
Kleinhirnerkrankungen (Ataxien)
Trigeminusneuralgie
Erbkrankheiten
Stoffwechselstörungen