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Psychiatrie beschäftigt sich mit seelischen Krankheiten.
Doch da gibt es einige Probleme...

Erstes Problem: was ist "krank"?

Ich persönlich finde die Definition am besten:
Eine psychische Krankheit ist ein Zustand, unter dem der Betroffenen und/oder seine Umwelt zu leiden haben.

Zweites Problem: Muss jede Krankheit behandelt werden?
Es gibt heute durchaus Medikamente, die es sich lohnt zu probieren, wenn es einem nicht gut geht. Allerdings muss nicht jedes Symptom behandelt werden, solange das Leben lebenswert ist und auch anderen dadurch kein Schaden entsteht!

Drittes Problem: Was ist, wenn alle der Meinung sind, man ist psychisch krank?
Das sollte man erstmal vom Fachmann überprüfen lassen. Wenn der auch meint, man sollte was machen, ist es ratsam die Meinung anzuhören oder Vorschläge auszuprobieren.

Viertes Problem: Schweigepflicht
Geanu weil es so viele Probleme gibt, ist die Schweigepflicht so wichtig.
Sie gilt gegenüber ALLEN andern Personen, das heisst auch: Ehepartner, Freunde, Eltern, Kinder, Nachbarn, Kollegen, Versicherungen, Anwälten,  Ämtern, Behörden, Vermietern...
Auskunft kann nur erteilt werden nach SCHRIFTLICHER Entbindung von der Schweigepflicht. Und dann auch nur in dem Umfang, wie ich es für sinnvoll und erforderlich halte.
(Das heißt auch mit der Entbindung der Schweigepflicht hat zum Beispiel die Mutter kein Recht auf alle Informationen zur Vorgeschichte (z.B. Trauma...))

Informationen über einen Patient sind manchmal sinnvoll und hilfreich (z.B. wenn jemand Gedächtnisstörungen hat oder sehr verwirrt ist), der Patient sollte aber von dem Informationsaustausch erfahren.

Fünftes Problem: Gefährdung-wo endet die Schweigepflicht?
Bei einer akuten Selbst oder Fremdgefährdung ist manchmal Eingreifen erforderlich.
"Einfache" Gesetzeskonflikte (kleiner Diebstahl, hohe Schulden, Betrug, Drogenbesitz, ... berechtigen nicht, die Schweigepflicht zu brechen.

Wenn Sie Angaben machen zu etwas, was Ihnen selbst passiert ist (als Opfer)- Vergewaltigung, Gewalt, Raub, Erpressung... unterliegt dies ebenfalls der Schweigepflicht. Das heißt, der Arzt darf das Verbrechen NICHT zur Anzeige bringen.



... so könnte man die Liste noch beliebig verlängern.

Aber:

Es treffen NIE alle Probleme auf einen Patient zu, die Fragen und Probleme der Psychiatrie sind zu vielfältig.

Das heißt, es hilft nur:

-zum Arzt gehen und über die Probleme, aber auch Sorgen und Befürchtungen reden!
-Begleitpersonen sind IMMER willkommen, sofern der Patient das wünscht.
-Jede Entbindung der Schweigepflicht kann rückgängig gemacht werden oder eingeschränkt werden.